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Pumpen aus Edelstahl |
Die schwedische Fa.
Tapflo AB, in Deutschland durch Steinle Industriepumpen GmbH vertreten, stellt eine neue Baureihe von
Schlauchpumpen vor. Diese komplette Reihe umfasst Baugrößen von DN 10 bis DN 125. Die Gehäuse aus Stahlguss sind
alle für einen Nenndruck von 16 bar ausgelegt.
Gleitschuh oder Rolle?
Bei vielen Schlauchpumpen werden zum Abklemmen des Schlauches Rollen eingesetzt. Dieses Verfahren hat sich im
unteren Druckbereich bewährt, zumal keine Schmierung zwischen Schlauch und Druckkörper erforderlich ist.
Besonders in der Medizintechnik hat sich dieses Prinzip bewährt.
Im höheren Druckbereich ab ca. 3 bar jedoch, drehen sich die Rollen nicht mehr mit und die Geometrie verändert
sich zum Negativen, da der Winkel an der Abklemmstelle zu steil wird. Hier haben sich die Gleitschuhe bewährt,
die ein sanftes Abklemmen des Schlauches ermöglichen und so die Standzeit der Schlauchpumpen erheblich
verlängern.
Um den Schlauch zu schonen, laufen die Gleitschuhe in einem Bad aus Schmiermittel. Je nach Anwendung können hier
verschiedene Ölsorten oder Glyzerin eingesetzt werden. Die Tapflo Schlauchpumpen sind für hohe Drücke konzipiert
und werden deshalb standardmäßig mit Gleitschuhen gefertigt, die in einem Glyzerinbad laufen.
Weitere Infos zu
den Schlauchpumpen von Steinle
finden Sie
hier...
Die Wellendurchführung vom Pumpengehäuse zu dem Getriebemotor ist im Gegensatz zu vielen anderen Fabrikaten
abgedichtet, so dass im Falle eines Schlauchdefektes kein Medium in den Getriebemotor gelangen kann.
Standzeit
Das praktisch einzige Bauteil von Schlauchpumpen, das einem Verschleiß unterliegt, ist der Schlauch. Die
Lebensdauer des Schlauches liegt zwischen 500 und 5000 Betriebsstunden. Diese weite Spanne ergibt sich von den
verschiedenen Anwendungen. So hat der Anpressdruck des Gleitschuhes auf den Schlauch einen direkten Einfluss auf
die Lebensdauer des Schlauches. Je höher z.B. der Gegendruck ist, desto stärker muss der Schlauch gequetscht
werden um Rückströmungen zu verhindern. Auch eine erhöhte Temperatur verkürzt die Lebensdauer des Schlauches.
Auch die Standzeiten der verschiedenen Gummisorten sind unterschiedlich. Der primäre Faktor ist jedoch die
Drehzahl der Schlauchpumpen, da die Anzahl der Quetschungen automatisch die Lebensdauer vorgibt.
Je schneller der Rotor dreht, desto größer ist die Förderleistung. Bei hohen Drehzahlen wird der Schlauch jedoch
stärker beansprucht, zumal die Quetschung pro Zeit höher ist. Wenn Schlauchpumpen ständig laufen, muss die
Drehzahl gesenkt werden um die Standzeit zu erhöhen. Dies erfordert größere Bauarten und somit höhere
Investitionskosten. Zur optimalen Auslegung von Schlauchpumpen muss von daher vom Anwender möglichst genau
angegeben werden, wie oft und wie lange die Schlauchpumpen in Betrieb sein werden. Wenn hier verlässliche Zahlen
vorliegen, kann über die zu erwartende Standzeit des Schlauches eine Aussage getroffen werden. Dann obliegt es
dem Anwender zu entscheiden, ob eine preiswerte Pumpe mit häufigerem Schlauchwechsel oder eine teure Pumpe mit
hoher Schlauchlebensdauer eingesetzt werden soll.
Der überwiegende Teil der Schlauchpumpen wird mit Frequenzumformern zur Drehzahlregelung betrieben. Hier kann
eventuell auch auf eine schonende niedrige Drehzahl gewechselt werden, wenn der Prozess dies zulässt. |